Praxisbesonderheiten
Notfallbehandlung
Bei urologischen Erkrankungen, die eine Notfallbehandlung nötig
machen, erreichen Sie uns unter der
Telefonnummer: 0179 / 501 77 62
Sondersprechstunden
In dringenden Notfällen oder nach persönlicher Absprache können
Behandlungstermine außerhalb der regulären Sprechstundenzeiten
(auch am Samstag und Sonntag) vereinbart werden. Sie erreichen uns dann
unter der Telefonnummer: 0179 / 5017762
Hausbesuche
/ Pflegeheimbetreuung
Bettlägrige Patienten oder Patienten, die aus gesundheitlichen
Gründen nicht ihre Wohnung oder ein
Pflegeheim verlassen können, besuchen wir auf Anfrage und nach
Terminvereinbarung vor Ort im Heim oder zu Hause. Urologisch wird von
uns gegenwärtig das Altenpflegeheim "Heilig Geist" am
Dom Pedro Platz in München betreut.
Impotenzabklärung
/ Impotenzbehandlung beim Mann
Zahlreiche Patienten leiden unter einer Schwäche der Gliedsteife,
trauen sich aber aufgrund bestehender Tabus nicht zum Doktor zu gehen.
Bedenkt man, daß bei ca. 30% aller über 60 jährigen
Patienten eine Erektionsstörung vorliegt, und selbst junge Patienten
in 3-7% unter einer Potenzstörung leiden, so sollte man angesichts
dieser Zahlen als Betroffener keine Angst davor haben, die medizinische
Hilfe des Urologen in Anspruch zu nehmen. Ursachen für männliche
Impotenz, d.h. für eine Erektionsschwäche des männlichen
Gliedes, können u.a. sein:
- Stoffwechselerkrankungen (z.B. Zuckerkrankheit)
- Alkoholkonsum, Drogeneinnahme
- Einnahme von Medikamenten (z.B. Blutdrucksenker, Psychopharmaka)
- Nervenschädigungen (nach Prostataoperationen, Nervenentzündungen,
Unfall)
- Gefäßveränderungen (z.B. Arteriosklerose)
- Streß (beruflich, familiär)
- Hormonstörungen
Neben einer ausgiebigen Befragung und körperlichen Untersuchung
werden zur Abklärung der Impotenz folgende Untersuchungen von uns
in der Praxis durchgeführt:
- Blutanalyse einschließlich Hormonbestimmung
- Durchblutungsmeßung der Penisschwellkörper (Farbdopplersonographie
des Penis)
- Röntgenuntersuchung der Schwellkörper des Gliedes (Cavernosographie)
bei Bedarf
Photodynamische
Diagnostik (PDD) zur Früherkennung des Harnblasenkrebs
Harnblasenkrebs ist der zweithäufigste Krebs in der Urologie. Der
Patient ist in der Frühphase der Erkrankung in der Regel völlig
beschwerdefrei. Erstes Anzeichen für ein Harnblasenkrebs ist ein
blutig rot gefärbter Urin. Bei diesem "Alarmzeichen"
sollte jeder Patient den Urologen aufsuchen.
Der Urologe untersucht mit einem optischen Gerät (Endoskop), welches
ohne Narkose in die Harnblase über die Harnröhre eingeführt
werden kann, ob ein Geschwulst vorliegt.
Ein Harnblasengeschwulst können wir ambulant oder, wenn der Krebs
schon ausgedehnt in der Harnblase gewachsen ist, stationär in einer
kurzen Vollnarkose ohne Bauchschnitt operativ entfernen. Damit wir bei
der optischen Begutachtung der Harnblase winzige Krebsgeschwulste nicht
übersehen, wenden wir ein neues Diagnoseverfahren zur Früherkennung
des Harnblasenkrebs an, die photodynamische Harnblasentumordiagnostik
(PDD).
Das Prinzip dieser Technik beruht darauf, daß sich Krebszellen
in der Harnblase mit einer Substanz, die wir dem Patienten in örtlicher
Betäubung kurz vor der Operation in die Harnblase einfüllen,
selektiv anfärben lassen. Nach Ausleuchtung der Blase über
ein Endoskop mit ultraviolettem Licht
leuchten nur die Krebsareale in der Harnblasenschleimhaut rot auf.
In gleicher operativer Sitzung können wir die tumorverdächtigen
roten Schleimhautbezirke gezielt mit der Elektroschlinge oder mit dem
Laserstrahl entfernen .
Wir möchten darauf hinweisen, daß nur ein früh erkannter
und früh behandelter Blasenkrebs operativ geheilt werden kann und
die normale Lebenserwartung somit nicht negativ beeinflußt wird.
Laserbehandlung
des Harnblasenkrebs, Harnleiter- und Nierenbeckenkrebs
Bei diesem Verfahren wird unter Sicht über ein optisches Gerät
(Endoskop, Zystoskop, Ureteroskop) mit Hilfe von Laserlicht in der Harnblase
oder in den Harnleitern das bösartige Geschwulst (Karzinom, Krebs)
vor Ort zerstört.
Vorteil ist, daß neben einem deutlich geringeren Blutungsrisiko
das Risiko für eine Tumorzellaussaat (Metastasenbildung) gering
ist.
Laserbehandlung
der Harnröhrenverengung
Folge von Harnröhrenverengungen sind ein deutlich abgeschwächter
Harnstrahl und ein erschwertes Wasserlassen mit Restharnbildung in der
Harnblase.
Über ein optisches Instrument (Endoskop) können wir unter
Sicht mit einem Laserstrahl die Engstelle problemlos aufschlitzen.
Laserbehandlung
der Feigwarze (Condylomata accuminata) im Genitalbereich
Feigwarzen (Condylome) werden durch Viren verursacht, die in der Regel
durch Geschlechtsverkehr übertragen werden. Im weiblichen Genitaltrakt
sind sie an der Entstehung von Gebärmutterkrebs mit beteiligt.
Deshalb sind diese Warzen, die oft vom Patienten selbst am Penis oder
an der Vorhaut
entdeckt werden, durch den Urologen umgehend zu beseitigen. Schmerzhaft
ist die Infektion primär nicht. Eine effektive Entfernung dieser
Warzen ist gegenwärtig mit dem Laser möglich.
Mit Hilfe der Laserenergie werden die Feigwarzen und die Viren zerstört.
Da sich die Feigwarzen auch innerhalb der Harnröhre ansiedeln können,
begutachten wir immer auch die Harnröhre und Harnblase mit dem
Endoskop (Spiegelung).
Es sollte sich immer eine urologische Untersuchung des betreffenden
Partners anschließen.
Condylome im weiblichen Genitaltrakt entfernen wir ebenfalls mit dem
Laser.
Laserbehandlung des Penisgeschwulst
Vorstufen bösartiger Penistumore können mit Juckreiz, entzündlicher
Reizung und Rötung der Peniseichel, mit umschriebener Gewebeverhärtung
oder mit Geschwür- und Knötchenbildung am Penis einhergehen.
Hinter jedem dieser Anzeichen (=Symptome) kann sich ein bösartiger
Penistumor
(Peniskarzinom) verbergen, so daß in jedem Falle der Patient den
Urologen aufsuchen sollte.
Wird das bösartige Penisgeschwulst frühzeitig erkannt, kann
es mit der Lasertherapie geheilt werden, so daß eine Penisamputation,
d.h. eine Penisteilentfernung nicht nötig wird.
Die Laserbehandlung von Penisgeschwülsten führen wir in örtlicher
Betäubung durch.
Laserbehandlung des Prostatatumors / des Prostataadenomen (IlK: interstitielle
Laserkoagulation)
Im Alter nimmt das Volumen der Vorsteherdrüse (Prostata) beim Mann
zu.
Anzeichen für eine vergrößerte Prostata sind häufiges
Wasserlassen, erschwertes und schmerzhaftes Wasserlassen. (=Dysurie).
Der Patient kann die Harnblase nicht mehr vollständig entleeren.
Insbesondere können Infektion und Urinstauung im Harntrakt die
Harnblasen- und
Nierenfunktion schädigen. Je nach Organgröße und nach
den subjektiven Beschwerden des Patienten
behandeln wir die Prostata mit Medikamenten oder operativen Verfahren.
Neben der Entfernung der Prostata über einen Bauchschnitt oder
über die Harnröhre mit Hilfe einer Elektroschlinge verwenden
wir ein neues Therapieverfahren, die sogenannte interstitielle Laserkoagulation
der Prostata (ILK).
Das Prinzip dieser Technik beruht darauf, daß das Vorsteherdrüsengewebe
(Prostata) mit Laserenergie auf über 90 Grad Celsius erhitzt wird
und auf diese Weise zerstört werden kann.
Da bei der Lasertherapie nicht geschnitten werden muß, ist der
Blutverlust bei dieser Operation gering. Demzufolge sind die Nebenwirkungen
und die Kreislaufbelastung für den Patienten im Vergleich zu anderen
operativen Verfahren deutlich geringer.
Diese Behandlungsmethode empfehlen wir für Patienten mit Herz-und
Kreislauferkrankungen, für Risikopatienten oder für Patienten
mit erhöhter Blutungsneigung (z.B. bei Blutgerinnnungs-störungen,
Aspirin-, Heparin- oder Marcumareinnahme).
Brachytherapie bei Prostatakrebs
Patienteninformation
Die Behandlung des Prostatakarzinoms (Krebs der männlichen Vorsteherdrüse)
beim Mann
mit Hilfe der permanenten Brachytherapie
Vorwort:
Das
Prostatakarzinom (=PCA) ist im höheren Alter die häufigste
Tumorerkrankung des Mannes mit steigender Tendenz.
Optimierte, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch den
Urologen haben in den letzten Jahren zu einer zunehmenden Krebs-Früherkennung
bei Patienten mit organbegrenztem Tumorstadium geführt, so daß
gegenwärtig geeignete Therapieverfahren mit guten Heilungschancen
bei Prostatakrebs zur Verfügung stehen.Die optimale Behandlung
des lokal wachsenden Prostatakarzinoms ist aktuell für den Patienten
in Abhängigkeit seines Alters, seines Gesundheitszustand, der Tumorgröße
und der Tumorausdehnung die Radikaloperation (=vollständige Entfernung
von Prostata und Samenblasen), die externe 3-D- Konformationsbestrahlung
oder die Brachytherapie.
Prinzip der Brachytherapie-Behandlung
Nach computerassistierter Dosisplanung werden unter Narkose reiskorngroße,
mit radioaktivem Jod angereicherte Strahlenkörper (=Seeds) mit
Hilfe spezieller Hohlnadeln über den Damm des Patienten ultraschallgeteuert
in der Prostata abgelegt.
Infolge des kurzen Abstandes der Strahlungsquelle zur Krebszelle und
infolge der homogenen Strahlenverteilung innerhalb der Prostata kommt
es kontinuierlich zu einer Schädigung und Zerstörung der Krebszellen.
Vorteile der Brachytherapie sind:
-dieses Verfahren wird von uns ambulant durchgeführt. Auf einen
längeren Krankenhausaufenthalt kann der Patient verzichten.
-das Erreichen einer hohen radioaktiven Zieldosis im krebstragenden
Organ bei geringer Streustrahlung und damit ein geringes Risiko für
Strahlenschäden in Nachbarorganen (periprostatisches Gefäß-Nervenbündel,
Darm, Harnröhre, Harnblase)
-im Vergleich zur radikalen Operation das fehlende Auftreten von Inkontinenzbeschwerden
(=unwillkürlicher Urinabgang), und ein deutlich geringeres Risiko
in Hinblick auf die operative und postoperative Morbidität (=geringere
Belastung für den Organismus während und nach der Behandlung)
-im Vergleich zur externen Bestrahlung das deutlich geringere Risiko
für strahlenbedingte Schädigung von Enddarm (=Proktitis),
Harnblase (=Zystitis) oder Nerven, die für die männliche Gliedsteife
verantwortlich sind (=Impotenz)
Wann
ist die Brachytherapie sinnvoll?
Kandidaten für die Durchführung einer alleinigen Brachytherapie
(=Monotherapie) sind Patienten mit einem niedrigen onkologischen Risiko
(=Niedrig-Risiko-Patienten) sowie Patienten mit intermediärem Risiko
nach Einzelfallentscheidung.
Allgemein anerkannte Einschlußkriterien für eine Brachytherapie
sind daher:
-der Krebs sollte aufgrund der Voruntersuchungen nachweislich auf die
Prostata begrenzt sein
(Stadium T1/T2a/N0M0)
-der PSA-Serumwert sollte initial< 10 ng/ml betragen
-das Prostatavolumen sollte 50 ml nicht überschreiten
-der Restharn vor Behandlung sollte < 100 ml sein
-der Gleason Score sollte =/< 7 betragen
Zeiltlicher
Ablauf und Durchführung der Brachytherapie
Ist ein lokales Krebswachstum in der Prostata nachgewiesen, wird der
Patient ca.. 14 Tage vor Therapiebeginn im Rahmen der Vordiagnostik
(=Preplaningphase) vom uns Urologen, vom Strahlentherapeuten und vom
Anästhesisten im Gespräch über Nutzen und Risiken der
Behandlung aufgeklärt und gesundheitlich auf Operations- und Narkosefähigkeit
hin untersucht.
Hierbei bestimmt der Urologe insbesondere die Größe und Lage
der Prostata, um die Anzahl der für die Brachytherapie nötigen
„Seeds“ festzulegen.
Am Tag der Behandlung wird der Patient in Narkose in der sogenannten
Steinschnittlage (=Rückenlagerung mit nach oben in der Hüfte
gebeugten Beinstellung) positioniert.
Zu Beginn der Behandlung wird ein Katheter in die Harnblase eingelegt
(=Visualisierung der Harnröhre) und dem Patienten ein Antibiotikum
und Schmerzmittel zur Infekt-bzw. zur Schmerzvorbeugung (=Infekt-/ Schmerzprophylaxe)
verabreicht.
Mit Hilfe einer speziellen Computer-Software errechnet ein PC anhand
des sonographisch ermittelten Organvolumens die Anzahl und Dosisverteilung
der zu platzierenden Seeds und deren 3D-Positionierungskoordinaten im
Organ (=Dosimetrie).
Jeder Seed kann somit exakt am vorgesehenen Ort unter Röntgen-
und Ultraschallkontrolle innerhalb der Prostata über in das Organ
eingestochene Hohlnadeln abgelegt werden.
Nach der Behandlung wird der Katheter, sofern keine Blutungen auftreten,
wieder entfernt.
Jeder Patient erhält vor der Entlassung vom Urologen ein Informationsblatt
für den Strahlenschutz bei im Körper befindlichen Strahlern
und einen gemäß der Strahlenschutzverordnung vorgeschriebenen
„Implantationsausweis“ ausgehändigt.
Nachsorge
Einen Tag nach der Behandlung sollte sich der Patient bei uns in der
urologischen Praxis zur Kontrolluntersuchung wieder vorstellen. Sofern
der Patient über keine therapiebedingten Komplikationen klagt und
beschwerdefrei Wasser lassen kann, wird 4-6 Wochen nach der Brachytherapiebehandlung
im Computer-Tomogramm (=CT) die korrekte Lage der Seeds kontrolliert
(=Qualitätskontrolle), um anhand dieser Ergebnisse die tatsächlich
applizierte Strahlendosis berechnen zu können.
3 Monate nach Behandlung sollte der Urologe die Prostata sonographisch-
und den Urin in Sediment und Kultur untersuchen.
Der Patient wird dabei gezielt nach eventuellen Veränderungen in
Bezug auf Sexualfunktion, Stuhlgangverhalten oder Beschwerden beim Wasserlassen
befragt.Allgemeine Informationen
Gemeinsam mit dem strahlentherapeutischen Zentrum Drs. Wuttge, Maximiliansplatz
2 in 80333 München und der anästhesiologischen Praxisklinik
Nordsternhaus, Drs. Girisch / Hattensperger führen die Urologen
Dr. med. Friedemann Meisse , Nymphenburger Str. 84, München und
Dr. R. Djamali-Leonhard, Hanauer Str. 70, die Brachytherapie als Kompetenzpartner
der UCM- München AG durch.
Für eventuelle Fragen erreichen Sie uns unter folgender Adresse:
Dr. med. Friedemann Meisse
Urologe und Belegarzt
Kompetenzpartner
der Urologie Centrum München AG, München
Nymphenburger Str. 84
Tel: 089 / 18 63 45
Fax: 089 / 18 63 65
E-mail: Info@Meisse-Saul.de
Internet: www.Meisse-Saul.de
Thermotherapie
der Prostata (TUMT)
Die Vorsteherdrüse (Prostata) des Mannes sitzt unterhalb der Harnblase
als kastaniengroßes Organ ringförmig um die Harnröhre.
Eine Vergrößerung der Prostata kann zu einer Quetschung der
Harnröhre führen. Dies wiederum führt bei dem Patienten
zu Beschwerden beim Wasserlassen.
Typische Folgen sind häufiges Wasserlassen (auch nachts), ein schwacher
Harnstrahl, Restharngefühl, Harnträufeln und Harnwegsinfektionen.
Eine chronische Entzündung der Prostata (chronische Prostatitis)
kann Schmerzen im Damm- und Afterbereich beim Stuhlgang, sowie Schmerzen
im Leisten- und Hodenbereich verursachen.
Bei der Thermotherapie der Prostata wird diese über ein Spezialkatheter
auf über 60 Grad erwärmt.
Diese Erwärmung hemmt das Prostatawachstum und eine Zunahme der
entzündlichen Schwellung, so daß sich oben erwähnte
Beschwerden deutlich bessern.
Wir führen die Thermotherapie in unserer Praxis ambulant durch.
Die Behandlungsdauer beträgt ca. 60 Minuten und ist völlig
schmerzfrei.
TVT-
neue operative Technik zur Behebung der weiblichen Streßinkontinenz
Zahlreiche Frauen, speziell nach Geburten oden in Folge des weiblichen
Hormonmangels mit Eintritt der Menopause leiden unter Streßinkontinenz,
d.h dem unwillkürlichen Urinverlust bei körperlicher Anstrengung,
beim Husten, Lachen oder Treppensteigen.
Während wir leichte Formen der Streßinkontinenz medikamentös
behandeln können, bedürfen ausgeprägtere Formen einer
operativen Behandlung.
Bei der TVT-Technik (tension free vaginal tape) wird ein Zügelband
von der Scheide aus um die Harnröhre gespannt und sanft in Richtung
Symphyse angehoben.
Durch diese Technik entsteht in der Regel eine sofortige Kontinenz,
d.h. der Patient ist kurze Zeit nach der Operation trocken.
Dieses Verfahren ist wenig belastend für die Patientin und erspart
eine offene Bauchoperation.
Der Eingriff wird von uns gegegwärtig stationär in der Olympiaparkklinik
durchgeführt.
Ambulante
Nieren- und Harnleitersteinzertrümmerung mit
der ESWL (extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie)
In unserer Tagesklinik können wir ambulant Nieren- und Harnleitersteine
ohne Bauchschnitt oder Organspiegelung mit Hilfe von Stoßwellen
(ESWL: extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) unter Röntgenkontrolle
zertrümmern.
Die Steintrümmer werden im weiteren Verlauf mit dem natürlichen
Harnfluß ausgespült.
Die Behandlung dauert etwa 60 Minuten und wird in leichter Narkose ambulant
von uns durchgeführt.
Ambulante Harnleitersteinzertrümmerung (EHL)
Harnsteine, die im Harnleiter festsitzen, können bei dem Patienten
zu heftigen Nierenkoliken oder zu Unterbauchschmerzen führen und
den Harnabfluß aus der Niere in die Harnblase blockieren.
Mit Hilfe einer Optik (Ureteroskop) wird der Stein vor Ort mit einer
Sonde (EHL) zertrümmert. Die Steintrümmer können dann
instrumentell entfernt werden.
Diese Art der Steinentfernung nehmen wir in einer kurzen Vollnarkose
ambulant oder in unserer Belegklinik unter stationären Bedingungen
vor.
Ambulante
Spiegelung von Harnblase, Harnleiter und Nierenbecken (Endoskopie)
Bei Verdacht auf ein Geschwulst, ein Fremdkörper oder Harnstein
im Harntraktsystem muß das betreffende Organ mit einem optischen
Instrument (Endoskop) vom Urologen begutachtet werden.
Die Harnblasenspiegelung (Zystoskopie) ist aufgrund der von uns verwendeten
Instrumente, die aus flexiblen Fieberglasfasern bestehen und daher extrem
gewebeschonend sind, in der Regel nicht schmerzhaft und kann daher ohne
Narkose ambulant in der Praxis von uns durchgeführt werden.
Da die Spiegelung der Harnleiter (Ureteren, Ureteroskopie) nur schmerzfrei
unter Vollnarkose oder Rückenmarksnarkose erfolgen kann, führen
wir diesen Eingriff ambulant in der Tagesklinik oder stationär
in der Olympiaparkklinik durch.
Kinderwunsch
/ Künstliche Befruchtung- die Samenzellgewinnung aus Hoden und
Nebenhoden
mittels MESA und TESE
Bei Kinderwunsch und Verdacht auf männliche Unfruchtbarkeit führen
wir neben einer Hodensonographie und speziellen Blutanalyse eine Spermadiagnostik
durch.
15% aller Ehepaare in Deutschland sind ungewollt kinderlos. Männlichen
Patienten, bei denen in der Spermaflüssigkeit (=Ejakulat) keine
Samenfäden zu finden sind (Azoospermie), entnehmen wir Samenfäden
direkt aus dem Hoden oder Nebenhoden.
Die entnommenen Samenfäden werden in Zusammenarbeit mit dem Frauenarzt
(Gynäkologe) nach einer speziellen Technik direkt mit der Eizelle
vereinigt (ICSI-Technik).
Dadurch steigen die Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft
deutlich an.
Die Beratung und Samenzellentnahme führen wir ambulant in unserer
Tagesklinik durch.